In der Anonymität und im Glauben nicht erwischt werden zu können, lässt sich vieles schreiben, was sich dieser Jemand im realen Leben nie trauen würde der anderen Person ins Gesicht zu sagen. Ich persönlich weiß manchmal nicht, wer mir von diesen Mobbern mehr leidtun soll: diejenigen, die wissen was sie tun, oder diejenigen, die es nicht wissen. Viele Mobber glauben es wäre ein Spaß, sie wollen nur ein wenig ärgern, vergessen dabei aber, das kontinuierliches Ärgern (!Merkmal von und Voraussetzung für Mobbing!) das Selbstvertrauen unterminiert, zu Depressionen und auch zu Selbstmordgedanken führen kann. Leider ist letzteres nur eine Möglichkeit. Bei einem Großteil der, in den letzten Jahren verübten und versuchten Amokläufen in Schulen waren ehemalige Mobbingopfer die Täter. Mobbingopfer, die das Mobbing “überleben”, werden trotzdem ein Leben lang darunter leiden. Dabei ist es egal, ob das Mobbing psychisch oder physisch war. Das Opfer kann bis ins Erwachsenenalter Schutzmechanismen wie Misstrauen, Drogen, Aggression oder auch das völlige Fehlen von Selbstvertrauen entwickeln.
CM ist also nichts, was, nachdem es geendet hat, völlig von der Bildfläche verschwindet. Das Beste Vorgehen gegen CM ist: Andere darauf aufmerksam machen, sich Rückhalt suchen, sei es in Familie oder bei Freunden, den Täter einmalig auf sein Missverhalten hinweisen (alles in einem sachlichen, nichtbeleidigenden Ton). Im Blog, auf der VZ-Pinnwand, in den Kommentaren bei YouTube könnt ihr den Eintrag dieser Person einfach löschen. Dies ist natürlich bei Emails schwieriger, da niemand weiß, wer diese Mail noch erhalten hat. Sollte das Mobbing nicht aufhören, hilft nur noch eine Anzeige und dafür sollten die Täter und nicht die Opfer Angst haben. Erst vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, in dem über die Verhaftung einer 18jährigen Britin berichtet wurde, die für ihre Mobbinattacken für einige Monate ins Gefängnis musste. Dies gilt als Präzedenzfall. Den Cybermobbern wird es also schwer gemacht, sich an ihren Attacken zu erfreuen. Habt als Opfer also keine Scheu die Polizei und einen Anwalt einzuschalten.
Habt ihr einen Blog, so unterstützt diese Aktion von Emily van der Hell.
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