Wir machten uns dann auf den Weg zur Fressmeile und kamen dort verpätet auch an, nachdem wir alle Geldautomaten meiner Bank abgeklappert haben, mir aber kein Automat mein Geld geben wollte, also war Sparen angesagt, schließlich musste ich ja auch irgendwie mein Taxi bezahlen. Also erst mal einen Laden finden, der uns männer- und atmosphäretechnisch zusagt. Rein da, Platz (in der Nähe eines Fernsehers) finden und Ausschau halten. Der Typ vor uns fiel schon mal raus, Lola fand ihn arrogant, ich nur äußerst konzentriert. Aber egal, Lola hatte schon jemand besseres entdeckt. Draußen saß ein Jungesellenabschied (neben den vielen Jungesellinnenabschieden der gefühlte 100.), dessen eines Mitglied wohl sehr ansprechend für Lola war. Sie versuchte ihm sogar in die “Nassräume” zu folgen, verpasste ihn aber um wenige Sekunden. Ich hatte mich auch schon gewundert, dass er zum einen ohne sie und sie dann auch erst so spät wieder am Tisch vorbeikam. Naja, unsere Gemüseplatte war verknuspert (leckeres Nomnom) und wir wollten ja noch in den Pub. Wir mussten an den Jungesellen vorbei und wurden, wie sehr oft an diesem Abend, von ihnen angesprochen und gebeten etwas zu kaufen. Ich tat dem Bräutigam und seinem Bruder den Gefallen, er tat mir einfach leid. Ich konnte ihm ansehen, dass ihm das alles unglaublich peinlich war. Ich unterhielt mich noch mit ihm und seinem Bruder, während Lola Informationen zu ihrer Beute einholte und auf die Idee kam ihm ihre Handynummer zukommen zu lassen. Sie schrieb ihre Nummer in eines der Partyhütchen, während ich plötzlich eine ganz andere Art von Verehrer neben mir hatte.
Diese schienen die junge Dame äußerst zu faszinieren, zumindest wollte sie sie unbedingt anfassen und beteuerte mehrmlas extremst eifersüchtig zu sein. Sie versuchte dann auch den Bruder dazu zu überreden ihr einen Kurzen auszugeben, wenn sie mir dafür etwas kauft, weil ich ja so tolle Haare hätte. Hui, wohin mit diesen Komplimenten? *hihihi
Wie genau es ausging, wissen wir nicht, wir mussten weiter. Auf dem Weg zum Pub kamen wir noch an einem anderen Laden dabei. An dessen Eingang wurden wir vom Türsteher angesprochen, der uns mitteilte, dass wir umsonst reinkämen. Sonst hätte der Eintritt 5€ gekostet. Er spürte wohl unsere Unschlüssigkeit, schließlich sah der Laden (sonst ein piekfeines Restaurant) ziemlich leer und mannlos aus. Er fragte mich also dreist, ob ich seinen Augen wirklich widerstehen könnte, nachdem ich dies bejahte, fragte ich, ob er denn meinen Augen widerstehen könne. Statt mir Honig ums Maul zu schmieren, kam nur ein “Jo”. Hä??? Hätte er nicht mit mir flirten müssen, bis alle Umstehenden auf dem Schleim ausrutschen? Vielleicht hatte er seinen Patzer bemerkt und gab uns zwei Freikarten, nachdem wir ihm versprachen bestimmt nochmal wieder zu kommen. Er drohte uns sogar noch, schließlich wisse er jetzt wie wir aussehen. Zitat: “Wenn wir uns hier in der Stadt begegnen …”
Endlich beim Pub angekommen, fing der Abend zumindest für mich richtig gut an. Livemusik, ein supi-dupi schnuckeliger Sänger, und Spaß ohne Ende. Gott sei Dank lagen auf den Tischen “Sabbervorlagen” aus (siehe unten), von denen ich mir natürlich auch gleich erst mal eine einpackte. Zwei süße Typen standen dann auch hinter uns, leider reagierten sie kaum auf unsere Blicke. Also fing Lola an aus den verbliebenen Vorlagen eine kleine Schnippselnachricht auf den Tisch zu schreiben. Ich ging schon mal raus, zum einen war es einfach zu laut um sich zu unterhalten, zum anderen versuchte ein schmieriger türkischer Drogendealer (nur unsere Empfindung, ob er wirklich türkisch oder Dealer war, wissen wir nicht!) ständig mit uns zu flirten, aber auf eine Art und Weise, die echt widerlich war. Er stellte sich das eine Mal so doof hin, dass mein eines Knie genau zwischen seinen Beinen stand. Iiiiiiiihhhh!!! Dann wollte er auch ständig sein Glas auf unserem Tisch abstellen, weil es ja so kalt sei, dann könne er nicht klatschen, blablabla.
So, hier zu sehen: meine “Bachelor”-Ausbeute, der junge Musiker/ die Sabbervorlage und unsere VIP-Freikarte.
Das machen wir mal wieder. Bitte melde dich, wenn dein Prünz sich meldet, ich tue natürlich das Gleiche.
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